Klassische Genetik

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Weismann und Mendel als Begründer der Genetik

Genetik: Wissenschaft von der Vererbung, der Stabilität, aber auch Variabilität der Erbfaktoren.

Begründung: Ähnlichkeit zwischen Eltern und ihren Kindern. Tiere und Pflanzen haben stets die gleichen Nachkommen.

ARISTOTELES (384-322 v. Chr.): versucht die Sexualität als Voraussetzung und Grundlage für Vererbung zu erklären. Theorien der Pangenese Der Same wird als Träger der Vererbung angesehen: Der Same wird überall im Körper gebildet. Jede Körperregion bildet ihren eigenen für sie typischen Samen. Diese Vorstellung hielt sich bis ins 19. Jahrhundert („vom gleichen Blut“ oder „von königlichem Blut“).

August WEISMANN (1834-1914) als Begründer der Keimplasmatheorie Unterscheidung zwischen Keimplasma (daraus entwickeln sich Gameten (Keimzellen, wird von Generation zu Generation weitergegeben) und Somatoplasma (daraus gehen andere Zellen hervor, leistet bei der Weitergabe von Gameten nur Hilfestellung)

Weismann bewies seine Theorie in dem er Mäusen die Schwänze abschnitt. Deren Nachkommen entwickelten wieder Schwänze. Folgerung: Der Samen für die Schwanzbildung hat nicht im Schwanz selbst seinen Ursprung.

KÖLREUTER: Er führte Kreuzungsexperimente durch mit verschiedenen Tabaksorten um die Geheimnisse der Werbung aufzudecken. Er erkannte, dass Nachkommen der Eltern ganzen Mischlinge sind. Er erzielte keine weiteren Resultate, der nicht einzelne Merkmale, sondern die Gesamtpflanze analysierte.

Gregor MENDEL (1822-1884): Versuche mit der Gartenerbse. Die Gartenerbse bot gute Voraussetzungen für Untersuchungen:

  • schnell wachsender und beliebig zu vermehren der Organismus
  • trägt einfache und leicht zu verfolgende Merkmale aus (Farbe, Samenform, Stiellänge)
  • große Anzahl von Nachkommen erlaubt statistische Auswertungen
  • Durchführung von Rückreuzungen geöffnete Mendel die Möglichkeit zu Kontrolleexperimenten zur Prüfung der Richtigkeit seiner Theorien

Mendel publizierte 1866 seine Ergebnisse in den "Verhandlungen des Naturforschenden Vereine Brünn“, fand aber kein Gehör.

Erst nach der Entdeckung der Mitose und der Meiose erinnerten sich unabhängig voneinander im Jahr 1900 an Mendels Ergebnisse:

Walter S. Sutton und Theodor Boveri entwickelten die Chromosomentheorie der Vererbung. Sie bringt Mendls Erkenntnisse mit den Gesetzmäßigkeiten der Chromosomenverteilung bei der Mitose unter Meiose sie in Verbindung.

Mendel experimentierte wie folgt: Die Gartenerbse besitzt einen diploiden Chromosomensatz 2n = 14. Die reife Pflanze ist ein Zwitter: Sie besetzten männliche Staubblätter und weibliche Fruchtknoten in der Blüte. Die Selbstbefruchtung ist möglich. Mendel kultivierte zwei Jahre lang Inzuchtpflanzen, die in bestimmten Merkmalen reinerbig waren (siehe Mendelsche Regeln). Text als PDF-Dokument

Klassische Genetik als Powerpoint-Präsentation

Genkopplung

Crossover

Intermediäre Erbgänge

Kodominanter Erbgang

Das ABO-System zeigt den kodominanten Erbgang (A und B) und folgt der dominant-rezessiven Vererbung (A + B sind über 0 dominant.

Extrachomosomale Vererbung

Die Vererbung folgt nicht der chromosomalen Vererbung. Die Erbfaktoren, die hier vererbt werden, liegen nicht auf den Chromosomen im Zellkern.

Der Kreuzung zwischen Pferd und Esel zeigt, dass der mütterliche Phänotyp stärker vererbt wird.

Bei den Pflanzen, die panaschierte Blätter tragen, liegen die Genen für die Färbung des Chlorophylls auf der DNA, die sich in den Chloroplasten befindet.

Persönliche Werkzeuge